Thursday, December 30, 2010

Ferien! 

Mein lieber Mann hat seit Heilig Abend Ferien. Das ist einfach wunderbar! Jeden Tag gemeinsam aufstehen und frühstücken, spazieren gehen, das Baby geniessen, ihm beim Wachsen zuschauen, etwas unternehmen oder einfach nur zuhause bleiben, snacken, kochen, füttern. Super! Ich glaube so entspannt war ich seit über 9 Monaten nicht mehr ;) Fühlt sich an wie wellnessen. Genial! Und natürlich profitieren auch Vater und Sohn von so einem Urlaub. War der Kleine vorher sehr mamafixiert, merkt er jetzt, dass der Typ, den er in der Regel nur abends kurz gesehen hat, ihn auch ganz doll gerne hat und dass man es mit ihm so richtig lustig haben kann. Das freut auch den Papa. Und die Mama sieht, wie toll (oft sogar viel besser als sie selbst!) der Papa vieles im Griff hat. Eins, zwei und die Windel sitzt. Eleganter als bei Mama. Schnabulier, schnapp, schnapp und der Brei ist im Baby-Magen. Mit viel weniger Kleckerei als bei Mama. Ja, das Familienleben fühlt sich wirklich toll an, ich kann es nicht oft genug betonen. Es ist ein Jammer, hat Mann nur 4 Wochen Ferien im Jahr. Und die Woche nur 2 freie Tage. 3 sollten es eigentlich schon sein! Nur dann nämlich kann man wirklich von Familie sprechen. Drum will ich auch gar nicht gross schreibseln jetzt, nur ein paar Aktualitäten...

  • Das erste Weihnachten mit Baby war wirklich schön und das Geschenk, das wir für den kleinen Mann besorgt haben, kam sehr gut an! Auch wenn Papa sich um die Lärmbelästigung sorgt ;)
  • Wir sind in diesen Tagen mit einem schrecklich entzündeten Baby-Po fertig geworden
  • Freitag oder Louis Vuitton? Eine Grundsatzdiskussion. Erstmal wieder nur Ersteres wie schon seit Uni-Tagen gewohnt... Dennoch werde ich immer irgendwie beides mögen... ;) Nein, mehr sage ich dazu nicht, ausser, dass es darum geht, ein Handy zu verstauen. An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an meinen Schatz für das tolle Geschenk! :)
  • Ich bin mit einem blauen Auge davon gekommen! Wir haben die Kurve gekriegt. Wohl ein letztes Mal. Ja, ich stille immer noch! Die Schmerzen sind praktisch weg, es sieht alles wieder intakt aus. Zwar bekommt mein Sohn jetzt auch mal einen Schoppen, aber ich kann das jetzt relativ gelassen hinnehmen. Und er zeigt jetzt sehr deutlich, was er lieber hat. Nur reicht Mama's Milch nun nicht mehr für jeden Imbiss, den der kleine gerne hätte... :( Mal sehen wie's weiter geht. Ich nehm's zum ersten mal richtig locker, zähl' nicht die Stunden sondern hör' auf mein Gefühl, meinen Körper und die Bedürfnisse meines Sohnes. Es hät solang's hät!
  • Morgen Jahreswechsel. Nach einem Nachmittag/Abend mit Freunden diese Woche, der sich bis 1:30 Uhr zog, leide ich unter riesigem Schlafmanko. Schliesslich kommt der Sohnemann immer noch regelmässig nachts. Und an Silvester wird's auch wieder spät. Wann hole ich das bloss nach!? Gleichzeitig ein Novum: Wir feiern bei Freunden (geht nicht anders, die haben zwei Kinder und eins davon ist noch nicht so lange auf der Welt) und unser Sohn wird dort einschlafen müssen, dann aber mitten in der Nacht ins Auto gehievt und muss dann zuhause auch wieder schlafen. Drückt uns die Daumen, dass das irgendwie klappt!
  • Guten Rutsch und bis bald im neuen Jahr! :) 
  • 2011 wird super! Bereits jetzt kann man bei unserem kleinen Schatz jeden Tag Fortschritte feststellen. Nächstes Jahr wird er (in irgendeiner Reihenfolge): seinen ersten Zahn bekommen, krabbeln lernen, mit uns in die Ferien fliegen, sein erstes Wort sprechen,  aufstehen und gehen lernen und so richtig vom Tisch essen und trinken. Ich freue mich auf jeden einzelnen Tag! Mit etwas Glück lernt er auch mal etwas länger zu schlafen nachts und am Tag auch mal im eigenen Bettchen zu schlafen, aber da sind wir Eltern wohl auch gefordert!


Wednesday, December 22, 2010

Ausgeknockt

Es ist passiert: Ich wurde ausgeknockt. Einfach so. Ausgezählt. Und bin nicht mehr aufgestanden. Hoffnungsloser Fall. Und das musste gerade mir passieren, der grössten Kämpferin aller Zeiten! Worum es geht? Mal wieder ums Stillen. Ich, die ich weitermachen wollte bis ultimo, bis einer von uns nicht mehr will, musste in der Halbzeit bereits forfait geben. Die Tränen kullern mir nur so herunter über das blau geschlagene Gesicht. Ich kann's nicht fassen, einfach nicht begreifen. Und das auf die Festtage hin. Na, bravo. Ein Riss ist der Übeltäter für die Schmerzen, die ich einfach nicht mehr erdulden kann und will. Jetzt nicht mehr. Ich soll dankbar sein, dass ich überhaupt und dann auch noch 9 Monate lang? Das ist genau der Satz, den man nicht hören will, wenn jemand stirbt. Dass man dankbar sein soll für die Zeit, die man mit der Person hatte. Standardspruch, der nur noch mehr Tränen ins Gesicht treibt, weil man sich an die schöne Zeit erinnert und "wham" - Faust aufs Auge - sich in Lichtgeschwindigkeit bewusst wird, dass sie just zu Ende gegangen ist. Nein, so sollte es nicht enden. Nicht so verdammt schnell und nicht so verdammt von aussen bestimmt! Meine Hebamme rät: Jeden Tag einmal weniger. Dann wäre ich nächste Woche "abgestillt". Gott, wie ich nur dieses Wort hasse. Wie es der Zufall will, war ich gestern Zeuge der abendlichen Melkerei von Kühen. Und war eifersüchtig auf das Rindvieh mit seiner prallen Euter-Parade. Kann man sich das vorstellen? Jenseits... Da zog der Bauer an den Zitzen und das weisse Gold spritzte. Und bei mir spritzten die Tränen, zumindest gedanklich. Cry me a river. Ach, mir fällt nichts besseres ein, ich muss jetzt trauern, der Baby-Blues der ersten Wochen ist zurück. Lässt mich etwas suhlen in meinem Selbstmitleid! So, vorbei. Ich kann wieder klar denken. Stillen war zu schön um wahr zu sein. Zu einfach. Wirklich! Was ist es mühsam, nachts einen Schoppen herzurichten im blendenden Küchenlicht! Und das Baby wird total wach weil es nicht gleich bekommt, was es will. Und danach bin ich dann auch wach. Vorher lief ich rüber, setzte an, zack, saug, fertig, Nuggi rein und wieder ab ins Land der Träume. Und morgens ging's sogar bequem im Bett liegend. Traumhaft! Und jetzt muss ich mich dazu immer aufsetzen. Die Nächte sind jetzt auf jeden Fall noch kürzer. Ihr müsst es mir nicht glauben, aber ich bin sicher, dass mein kleiner Prinz das Stillen auch vermisst und merkt, wie Mama leidet (einerseits weil's schmerzt, andererseits weil's bald das letzte mal ist). Die Mama-Nähe bekommt er jetzt halt nachts, indem er öfter bei uns im Bett schläft. Armes Würmchen! Arme Mama! Seufz! Einen Vorteil hat's: Jetzt könnte ich mich an Silvester wenigstens volllaufen lassen, mir die Kante geben. Aber hochkant! Mir einen ansaufen gegen den Frust. Cheers! Nasdorovje! Einmal Wodka Tonic bitte! Nein, zwei mal. Ach, weisst Du was? Lass die Flasche gleich hier!  

Fortsetzung der Leier folgt irgendwann. Kind will zu Mama! CU l8r!

Monday, December 20, 2010

Rhythmusstörungen

Gerade habe ich mit Müh' und Not den Kleinen zu seinem Vormittagsschlaf verholfen. Jedoch ca. eine Stunde später als üblich. Die Zeiten, in denen ich ihn Punkt 10 Uhr rauslegen konnte, er die Augen zumachte und einschlief, sind leider vorbei. Auch wenn der Kleine bereits um 10 Uhr Müdigkeitszeichen von sich gab, so artete das Hinlegen dennoch in Schreien wie am Spiess aus. Jetzt also gings. Es ist mühsam, nicht zu merken, wann das Kind schlafen kann. Und dann kommen auch noch die Tadel der älteren Generationen, dass doch das Kind nun einen Mittagsschlaf halten sollte und zwar immer um die selbe Zeit und nach dem Essen und überhaupt. Und dass ich, wenn es das nicht mache, halt dazu bringen müsse. Und dass ich halt mehr Struktur und Routine in den Tag bringen müsse. Muss, muss, muss! Ich bleibe ja schon den ganzen Vormittag zuhause, was soll ich noch? Klar, manchmal gehe ich mittags halt weg und manchmal nicht und am Nachmittag bin ich meist unterwegs, wir müssen ja auch mal raus und sei's nur an die frische Luft oder unter Leute. Aber ich kann mich und das Kind nicht einsperren. Und, entschuldigung, es ist ja kein Videorekorder, den ich auf Schlaf um Punkt 13 Uhr programmieren kann. Wäre ja schön... Aber ich glaube so einfach soll das Muttersein dann ja doch nicht sein. Und man liest ja, dass es sich irgendwann schon gibt mit dem Schlafen. Und irgendwann brauchen sie's dann nicht mal mehr, also wozu die Mühe? Wenn's irgendwie geht, versuche ich auf das Baby zu hören und wenn es für mich ginge, würde ich den ganzen Tag zuhause bleiben, denn mich nervt es auch, wenn er im Auto einschläft und ich ihn wenig später wieder rausreissen muss. Das ist sch... aber es geht halt manchmal nicht anders. Und was machen wohl Eltern mit 2, 3, mehr Kids? Bei Arztterminen und Einkaufen und dies und das. Da lässt sich der Tag ja auch nicht einfach komplett rund um das Kleinste herum planen. Da muss man das eine in den Kindergarten führen, das andere in die KiTa bringen, der Grössere muss in die Musikstunde, was weiss ich. Und dazwischen steht noch der Haushalt. Ja, ich merke schon wieder, das mich das selber völlig überfordern würde. Würde ich regieren, ich würde jede Mutter, die mehr als ein Kind managen kann, heilig sprechen, ihr die Tapferkeitsmedaille verleihen, ein Verdienstorden, einen fetten Zahltag, irgendwas. Für mich sind diese Frauen echt Göttinnen! Aber zurück zu mir: Mein Kind schläft, wenn es schlafen will und kann und wenn es nicht geht, geht's nicht, dann soll es halt weiter in der Wohnung rumrobben. Und wenn es nicht zufrieden ist, dann kommt's halt in den Kinderwagen und wir gehen raus, so einfach ist das. Da schläft er dann schon und wenn ich dafür 2h laufen muss, tut mir ja nur gut ;)

Friday, December 17, 2010

Neues Zeitalter?

Diese Woche war mal wieder geprägt von Auf's und Ab's. Tage an denen Nathaniel sehr zufrieden war wechselten sich mit Tagen, an denen er nur bei Mama sein wollte mit Tagen an denen er nachts keine Ruhe fand mit Tagen, an denen es besser wurde und auch die Mama mal 'ne Mütze Schlaf bekam. Jetzt ist's Freitag und ich fühle mich müde, ausgelaugt und schlaff, denn der kleine Kerl steht zurzeit gern um 7 Uhr auf. Jetzt schläft er nochmal und ich nutze die Ruhe des frühen Morgens. Diese Woche machte sich bei mir zum ersten Mal ein Hauch von Gelassenheit angesichts meiner Termine breit. Bis anhin habe ich wie eine Sekretärin den Kalender überwacht und dafür gesorgt, dass jeder Nachmittag besetzt war durch Playdates, Einkaufen oder sonstige Besuche. Diese Woche blieb der Freitag unbeschrieben. Und wisst Ihr was? Es störte mich nicht! Ich blieb gelassen. Wochen zuvor hätte mich das in Panik getrieben weil man mit Baby meist nur eine begrenzte Zeit in der Wohnung verweilen kann, ohne dass ihm gleich langweilig wird. Aber ich habe jetzt nicht mehr immer das Gefühl, ich müsse gleich aufbrechen. Im Gegenteil: Gestern habe ich schon begonnen, den "Koffer" zu packen und habe angesichts der horrenden Menge an Dingen, die ich hätte mitnehmen müssen (Pizza zum Aufwärmen, frische Kleider zum Duschen nach der Sporteinheit, 2x Brei fürs Baby etc. pp.) kapituliert. Kann's das sein? Nein. Der Kleine spielte grad so schön, dass ich dachte: Hey, es ist 10x einfacher, jetzt einfach hier die Pizza in den Ofen zu schieben anstatt ruckzuck das Kind zu packen, alles ins Auto zu hieven und auf den letzten Drücker abzurauschen. Das brauch' ich nicht mehr, das will ich nicht mehr, da tu' ich dem Kleinen keinen Gefallen! Wirklich nicht... Ich hab's genossen, zu Hause zu bleiben. Zwar allein, aber gelassen, nur wir zwei, ja, wir zwei allein. Und sogar später, als ich dann wirklich aufbrechen sollte für einen Besuch habe ich fast etwas gehadert weil jedes Rausmüssen momentan mit dem Kleider anziehen und einpacken einfach stressig ist und Stress habe und hatte ich schon genug die letzten Wochen. Schliesslich hat es sich spontan nun ergeben, dass ich heute doch noch einen kleinen Termin habe. Treffe mich hier zum Spazieren mit einer Baby-Kollegin aus Kindertagen. Man muss also nicht die ganze Woche verplanen, manchmal ergibt sich auch spontan was. Und das ist gut so, denn wahrscheinlich hätte ich mir dann doch noch irgendeine Beschäftigung überlegen müssen. Wobei, dann wäre ich vielleicht einfach in den Bus gestiegen und irgendwohin gefahren. Der Winter macht es allerdings schwierig... Gestern bekam mein Sohn sehr kalten Brei und das kam null an. Nur hat man halt nicht überall was zum Wärmen!? Hmm...

Ich will jetzt niemanden mit meiner Milchzentrale nerven aber die meisten wurden sowieso schon mit meinen Problemchen konfrontiert, drum... Das ist ein Grund für meine momentane Tristesse... Ich habe heute mit meiner Tante/Hebamme telefoniert und sie meint, dass ich zur Schonung nun langsam reduzieren sollte. Bis jetzt hat sich mein Stillwillen immer durchgesetzt gegen alle Katastrophen, Wirbelstürme, Tsunamis, was weiss ich. Nein, bis jetzt habe ich darum gekämpft wie eine Löwenmutter und ich würde gerne weiter, einfach stillen, stillen, stillen bis der Kleine endlich vom Tisch isst. Solche Mütter gibt's ja schliesslich, die das können, nur mir ist's offenbar nicht vergönnt. Eine Stillkrise nach der anderen wurde überwunden (sogar das zeitweise einseitige Trinken und einseitig praktisch Abgestilltsein) und täglich schütte ich mir den Tee rein, aber so langsam ist Endstation. Bis jetzt habe ich meist praktisch alle Ratschläge meiner Tante befolgt und so werde ich wohl auch jetzt gehorchen, um mich zu schonen. Zwar völlig gegen mein Innerstes, meinen Willen, mein Gefühl, ja, sorry, ich weiss, es ist schwer nachvollziehbar, wie man so beharrlich sein kann... also ich werde wohl beginnen, am Mittag zusätzlich zum Brei, den mein Kleiner jetzt seit ein paar Tagen bekommt, einen Schoppen zu geben. Mal sehen wie das ankommt... und irgendwann nur noch nachts und morgens stillen wenn das dann noch geht... Der Vorteil daran ist, dass ich meinen Kleinen auch mal über Mittag bei jemandem lassen kann, wobei ja die Betreuungssituation bei mir alles andere als gesichert ist. Aber das ist ein anderes Thema. Sagen wir es so: Ich könnte ihn mittags mal bei jemand anderem lassen. Ist das ein Lichtblick? Naja... Nicht wirklich. Es macht mich traurig. Verstehe einer die Mutterseele, ich kann's grad selber nicht!

PS: Ich korrigiere. Absage für heute Nachmittag. Suche noch Ersatz ;) Jaja, doch nicht sooo locker!

Friday, December 10, 2010

News-Junkie

Mein Mann checkt täglich die News. Das ist OK so. Und früher (klingt, als wär's schon 10 Jahre her, gell? ;) war es Teil meines Jobs, die Zeitungen zu durchforsten oder zumindest den Inhalt des aktuellen Vaterlands zu kennen. Aber heute?

  • Wer zum Geier ist Julian Assange?
  • Läuft Wetten dass... etwa immer noch im Fernsehen? Und wer zum Teufel schaut sich das an?
  • Was ist in Cancùn los?

Ich bin froh, wenn ich mein Müsli am Morgen zu essen komme, die Zeitung wird dann halt mal kurz durchgeblättert und landet dann ungelesen im Altpapier. Mit Teletext und 20min.ch muss mir erst recht keiner kommen. Meine Headlines des Tages heissen:

  • Premiere: Mein Baby isst seinen ersten Rindfleisch-Brei
  • Windel-Unfall: Heute schon zwei Bodys gewechselt
  • Stillgruppe in Vaduz. Thema heute: Die Hausapotheke

Wen interessiert da noch das Weltgeschehen? Wenn was Gravierendes passiert, ruft mich an!

PS:

Habe ich erwähnt, dass...

  • heute eigentlich Waschtag wäre?
  • mein Baby in dieser Nacht wieder alle 2h nach mir verlangte?
  • die Volkszählung ausgefüllt werden will?
  • ich den freien Tagesmutter-Dienstag-Nachmittag zum Kekse backen nutzte und mich furchtbar über diese klebrigen Teige aufregen musste. 

Immerhin: Morgen haben wir nachmittags Opa als Babysitter. Zum ersten Mal. Hoffe dass das irgendwie gut geht. Er meint, dass wir Weihnachtseinkäufe machen könnten. Ich meine eher, dass wir uns aufs Ohr hauen werden oder so. Und uns dabei doch nur sorgen, wie's dem Kleinen ergeht...

Ich muss, aufgewacht!

Was so lief...

Am Feiertag, den wir alleine verbringen mussten, packte ich endlich meinen Sohn und wir fuhren nach St. Gallen, Destination IKEA. Ein Plan, der schon lange in meinem Kopf herumgeisterte, aber immer wieder an anderen Terminen scheiterte. Im IKEA erwartete uns ein richtiges Baby-Paradies. Spielsachen, Breischälchen, Lätzchen, Schlafsäcke... und alles so günstig und toll und hübsch! Wir schlugen zu. Das Ganze füllte zwar nur einen Einkaufswagen, kostete dann aber doch mehr als genug. Ich erschrak ein bisschen an der Kasse. Dabei hatte ich kein einziges Möbelstück gekauft! Immerhin gabs dann am Food-Stand eine Packung Kekse mit Ablaufdatum von eben jenem Tag gratis. Unterwegs nach Hause war ich dann richtig stolz, ganz alleine diese weite Strecke gefahren zu haben. Das war Premiere für uns. Auch im IKEA selbst gings gut. Erst hatte ich ihn im Einkaufswagen und als er jammerte nahm ich ihn ins Tragetuch, verfolgt von drei neugierigen Frauen, die ihre Hilfe anboten (aber wir sind da schon recht geübt) und dann gings zackig Richtung Kasse. Dort half uns ein netter Mann beim Ausladen und die Dame an der Kasse beim Einladen. Super! Irgendwie fühlte ich mich unter all den Familien, die rumspazierten wie eine Alleinerziehende (eigentlich sind wir Mütter das auch, Teilzeit-alleinerziehend wenn man so will). Zu gerne hätte ich noch bei Starbucks einen Latte to Go für die Rückfahrt gekauft oder hätte mich im Zara ein bisschen umgesehen, aber dafür wäre dann wirklich eine Begleitperson und der Kinderwagen nötig gewesen. Das machen wir dann ein ander mal...

Gestern verschlug es uns dann in ferne Lande, hihi, nämlich nach Rankweil zu Tanja und Tristan. Nach einem Spaziegang ins Städtle sind wir dann in einem schicken, modernen Café eingekehrt. Die Kids auf zwei fast neuen Kinderstühlen, zwei Latte, zwei Breili, ein paar Hirsebreili - super! Nur Kuchen gabs keinen (gut für die Figur, oder? ;) und als mein Kleiner müde wurde, mussten wir türmen. Dennoch: Sehr gemütlich! :) Nur fürs Spielen hat's dann für die kleinen Rabauken nicht mehr gereicht, Papa war auch schon auf dem Nachhauseweg, Baby bekam ein Bad und Mama hatte Nachholbedarf und hat sich um 20.30(!) schon Richtung Bett verabschiedet. Um 22 Uhr hiess es dann aber schon wieder aufstehen und Fütterung. 

Heute morgen dann wieder mal Ausnahmezustand, keine Ahnung warum. Ab 7 Uhr Terror, nichts trinken, nicht schlafen, nur tragen, dann kurzer Aufenthalt im TripTrap damit Mama essen konnte, danach wieder nix mit Schlafen im Bettchen, auch nicht Schlafen mit Mama im grossen Bett, neeeein... TripTrap ging dann wieder (Frühstück Teil II), Stillen dann auch und jetzt draussen, ich glaube, Schlaf. Und ich? Würde mich ja auch gerne aufs Ohr legen. Aber... 

  • Entschuldigung, aber seit mein Mann weg war habe ich nicht mehr geduscht. Es lag einfach nicht drin, wir waren dauernd unterwegs. Gestern Abend zog ich dann eindeutig das Bett vor, in der Hoffnung, heute morgen... ihr habt's gelesen! 
  • Der Boden in der Wohnung sieht aus wie Sau! Für ein robbendes Kind und seine Kleider eine Katastrophe. Seit etwa 2 Wochen nicht feucht aufgenommen. Rabenmutti!
  • Seit Tagen keine Zeit, mir mal wieder ein gesundes(!) Mittagessen vorzubereiten. Heute auch nicht, denn ich hab' um 11 einen wichtigen Termin und sollte - eben - das Stinktier mal wegduschen. 
  • Ich leide grad an Vergesslichkeit. Mein Hirn wabert irgendwo in anderen Gefilden, ich muss es mal suchen gehen. Eben von wegen Terminen. 
  • Ich bin müde. 

Darum endet jetzt heute dieser Blog, sorry!



Tuesday, December 07, 2010



Bereit? Niemals!


Ich war kürzlich bei einer Bekannten und sie erzählte mir, dass sie sich jetzt bereit für ein Baby fühle. Ich konnte mir diese Bekannte irgendwie nicht mit Baby vorstellen und dachte mir noch "na, du wirst aber noch auf die Welt kommen." Später dachte ich darüber nach und musste mich selber an der Nase nehmen. Wir Frauen fühlen uns (naja, ich zumindest) relativ früh bereit für Babys. Weil, man weiss ja nicht, wie das Leben wird mit Baby, wir kennen's einfach von früher aus der Phase in der wir noch mit Puppen spielten. Meine hiess Susi, hatte keine Frisur mehr, nur noch graue Rastas weil ich sie immer an den Haaren herumzog. Die Puppe war mein ständiger Begleiter. Ohne sie ging GAR nichts. Irgendwann erbarmten sich meine Mutter und meine Oma der Puppe und fuhren mit mir und ihr zu einem Puppenperrückenmacher oder so (wirklich!) Ich musste Susi schweren Herzens da lassen und als wir sie wieder abholten, hatte sie zwei lange, dunkelblonde Zöpfe. Ich glaube es brauchte etwas Zeit, mich daran zu gewöhnen... Naja, egal. Auf jeden Fall sind die Puppen ja nur Übungsgegenstand für eine Zeit, die viel, viel später kommt. Jetzt bin ich etwas von der Spur gekommen. Ich fühlte mich total bereit für ein Baby, war es aber hinten und vorne nicht und die Essenz nun ist: Man ist NIE bereit für ein Baby. Aber wenn man das Gefühl hat, man sei es, dann soll man es wagen, denn es kommt schon gut. Ganz bestimmt! Und zum Thema Mama-Typ oder nicht. Ich war nie einer. Kinder waren wir immer suspekt, sind es heute noch. Gut, mit Babys kenne ich mich mittlerweile aus. Da gibt's keine Berührungsängste mehr von meiner Seite. Aber ältere Kinder? Uii... kommt mir nicht zu nahe! Aber das eigene Kind, das ist immer was anderes. Man wächst eben doch irgendwie rein in die Mutterrolle und wenn meiner dann mal ein "älteres Kind" wird, werden wohl auch die anderen, älteren Kinder für mich ein bisschen mehr okay sein ;)

Friday, December 03, 2010

Nicht viel Zeit...

...wieder mal. Aber für ein paar Gedanken reicht's noch:

  • Der erste Spaziergang im Schnee. Wunderbar, wie die weisse Pracht unter den Rädern des Kinderwagens knirschte, wie still es ist, wenn es schneit. So absolut friedlich. Aber langsam wird's ziemlich kalt. Hoffe, der Kleine wird nicht wieder krank...
  • Ich bin kein Individuum mehr. Ich bin ein Individuum+1. Das wird von nun an auch eine ganze Weile so sein. Und das ist auch gut so. Nicht jeder kann das verstehen. Es ist mir egal.
  • Das erste Weihnachtslied im Radio. Da wird einem warm ums Herz! Es war aber auch nicht Wham! ;)
  • Viele Entscheidungen, die ich vor der Geburt traf, bedürfen einer Revision. Eigentlich sollte man Schwangere überhaupt keine Entscheidungen für die Zeit nach der Geburt treffen lassen. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Vielleicht sollte man das gesetzlich verankern. Niemand, wirklich gar niemand, kann wissen wie's wird. Das Leben wird um 180 Grad gewendet. Auch das ist gut so. Man muss es einfach berücksichtigen.
  • So, jetzt noch Zeit für uns, denn bald bin ich wieder für ein Weilchen allein. Naja, nicht ganz. Ich+1. Und sobald der kleine Mann sprechen kann und auch mal kuscheln möchte (auf diesen Moment wartet das Mutterherz seit der Geburt sehnlichst ;), merke ich davon dann auch was ;)
  • ...

Wednesday, December 01, 2010

Was Mama nicht schafft... 

...schafft der Sohnemann: Nächste Woche erhält er ein Schwimmabzeichen! Wie cool ist das denn? :) Mama erinnert sich bei dieser Gelegenheit, wie sie von der eigenen Mutter damals ins Schwimmen gezerrt wurde. Auf diese Erfahrung hätte ich als Kind gerne verzichtet. Alle anderen Kids sind getaucht wie U-Boote und bewegten sich im Wasser wie Delphine. Ich jedoch hatte panische Angst und musste mir immer die Nase zuhalten. Zudem war ich moppelig und alles andere als stromlinienförmig elegant im Badeanzug. Naja, ich weiss nicht, ob ich überhaupt einer dieser tollen Abnäher bekommen habe. Wenn, dann waren es wohl nur halb so viele wie bei den anderen. Bis ich mich getraute, nach den Ringen zu tauchen, war keiner mehr da. Naja... Mit meinem Sohn soll das nun anders werden, der ist schon seit geraumer Zeit ein fleissiger Babyschwimmer, ein richtiger Wasserfloh. Naja, aus Mama ist zwar keine Leistungsschwimmerin geworden, eine Wasserratte war ich als Kind aber dann doch. Meine Eltern mussten mich meist nach stundenlangem Aufenthalt im seichten Pool-Wasser an den Armen rausziehen wie einen Walfisch bevor ich Schwimmhäute bekam oder violette Lippen (blau waren sie schon ;) Immerhin gibt es Hoffnung: Papa war ein ganz guter Schwimmer. Und die Gene scheint er ja v.a von ihm zu haben ;)