Ich brauche einen Marderschreck!
Nein, mein Auto wurde nicht angenagt, alles bestens. Aber mit meinen Nerven stimmt etwas nicht. Ich glaube seit ich krank war, haust ein Tier in mir, dass Hunger hat. Hunger auf nerven. Uns jetzt knabbert dieser Parasit ständig dran rum und legt sie frei, sprich: sie liegen blank. Der Kleine hat mal wieder eine Phase, in der er nicht schlafen will, tags nicht und nachts auch nicht wirklich. Und ich gehe an die Decke sobald er nur ein bisschen quengelt. Es geht soweit, dass ich den Wunsch verspüre, irgendwas zusammenzuschlagen und das geht gar nicht. Ich bin irgendwie wütend, dabei kann der Kleine nichts dafür. Vielmehr sollte ich wohl auf mich wütend sein und das bin ich auch. Weil mein Kind weit und breit das Einzige zu sein scheint, dass nicht schläft und keinen Rhythmus hat und überhaupt und grad einfach schwierig ist. Dabei stimmt das nicht, aber man neigt dazu, die anderen, die auch Probleme haben auszublenden während diejenigen mit Luxusbabys gedanklich über einem herumschwirren wie ein Damoklesschwert. Ja, es ist grad nicht einfach und wir sind grad den dritten Tag in Folge bis weit über den Mittag hinaus allein zuhause und das tut uns beiden nicht gut. Es ist natürlich stressfreier als, tausend Sachen zu packen und ins Auto zu steigen um rumzufahren, aber dafür bietet es psychischen Stress. Beides ist nicht gut und ich finde, jetzt in dem Moment wäre es einfach besser wenn wir in der Nähe des Arbeitsplatzes meines Mannes wohnen würden und ich gewzungen wäre, mittags zu kochen. Wenn in der Nähe auch noch ein Laden mit Frischwaren wäre, bestens! Naja, es ist grad nicht so und umziehen wäre jetzt auch nicht toll also beissen wir noch ein bisschen durch. Das ist jetzt eine Phase, sag' ich mir. Ich fühl' mich halt allein weil der Kleine noch nicht wirklich eine gesellige Person ist. Aber sobald er sprechen kann und richtig mit vom Tisch essen und und und, dann wird's anders. Hoffe ich... Bis dann heisst es abwarten... Und falls ich ein zweites Kind bekomme, wird auch alles anders, dann bin ich nämlich nicht mehr allein. Dann ist da noch ein grösseres Kind, mit dem man sprechen kann. Soweit so gut. Aber eben: Es wird anders, nicht besser. Denn wie ich gestern bei einer Bekannten erfahren habe, können auch grosse Kinder klein sein. Sie sagte mir nämlich, dass ihr 4- und ihre 6-Jährige gestern beide bei Ihr im Bett schliefen und ihr Mann woanders. Es hört also nie auf, das sei mal gesagt!