Wednesday, November 30, 2011

2 Wochen, 2 Tage
Die Nervosität steigt. Sie kommt immer abends und ich glaube, da trägt mein Mann nicht unwesentlich dazu bei da er selber langsam Muffensausen bekommt. Wir beide sind weit weniger gelassen als bei unserem ersten Kind. Warum, weiss der Geier denn eigentlich wissen wir, was auf uns zukommt aber vlt ist es gerade deshalb? Wir wissen, was auf uns zukommt. Also tagsüber bin ich die Ruhe selbst, abends fängt es an zu kribbeln, janu. Wenigstens gibt es einen wesentlichen Unterschied zu meiner ersten Schwangerschaft: Ich bin mir viiiel sicherer, dass es meinem Bauchbewohner gut geht denn sie lässt es mich regelmässig spüren, vor allem abends, da hat sie ihre aktivste Phase und vollführt wahre Turnübungen in meinem Bauch. Es scheint ihr also noch recht gut zu gehen darin und es scheint auch genügend Platz zu vorhanden sein, das ist schon mal ein gutes Zeichen. Ich weiss nicht, ob mein Sohn ruhiger war oder einfach weniger Platz hatte, auf jeden Fall musste mein lieber Mann dauernd ein Ohr auf den Bauch legen um die Herztöne zu hören. Dann war ich wieder beruhigt.
Neben den üblichen Sorgen im Zusammenhang mit der Geburt und der Zeit danach (Die Schmerzen, die Geburt selber, die Gesundheit des Kindes, das Stillen, der Schlaf und das Wesen des Kindes), ist mein grösster Unsicherheitsfaktor unser Sohn. Ich habe keine Ahnung, wie er reagieren wird. Sicher ist, dass er früher oder später eine Reaktion zeigen wird, nur, inwiefern? Ich selber rechne mit grosser Eifersucht und vlt auch Aggression gegen mich oder das Baby (oder beide), meine Tagesmutter schätzt ihn aber so ein, dass er das bestens packt. Ihre Söhne hätten alle nicht gross reagiert. Vielleicht will er auch wieder vermehrt Baby sein und getragen werden? Das kommt ja auch jetzt noch viel vor. Vielleicht ist es eine Kombination aus allem... Nun, wie auch immer, ich bitte hiermit alle, die uns mal besuchen kommen sollten, meinen Sohn an die erste Stelle zu setzen! Er soll zuerst und richtig begrüsst werden, mit ihm soll gesprochen, gespielt werden, er soll auf dem Schoss Platz nehmen dürfen. Das Kleine wird eh schlafen oder den Trubel nicht verstehen, es genügt also ein Blick in die Wiege. Geschenke, die eindeutig Spielzeug für das Kleine sind, werden wir wohl eher nicht vor unserem Sohn auspacken, da er sonst Besitzansprüche erheben wird. Auch mein Mann und ich werden uns darum bemühen, dass jeder von uns mal alleine Zeit mit dem Erstgeborenen verbringt. Wir hoffen, so das Schlimmste zu verhindern ;)

Monday, November 28, 2011

Endspurt 
Noch 18 Tage zeigt mein Geburts-Countdown an und obwohl ich jeden Abend mit einem mulmigen Gefühl zu Bett gehe und (obwohl ich es besser wüsste) plötzlich bei jedem Ziehen und Stechen zusammenzucke, hoffe ich, dass sich mein Mädchen noch etwas Zeit nimmt. Ich habe noch Termine, habe noch Dinge zu erledigen und, vor allem, wäre eine Termingeburt deshalb ideal weil Thomas sich dann gut frei nehmen könnte um auf unseren Erstgeborenen aufzupassen. Die Vater-Sohn-Beziehung hat sich in den letzten Wochen meiner Meinung nach ziemllich gestärkt. Inwiefern das unser Einfluss war oder eine Vorahnung unseres Sohnes, wer weiss... Auf jeden Fall sind die beiden schon ein eingespieltes Team und ich liebe unsere Familienwochenenden weil ich die beiden so gerne zusammen sehe. Als Mama ist man ja sonst selten in der Beobachter-Rolle, man ist immer die Aktive. Ich geniesse es aber immer, meinen Sohn mal mit etwas Abstand zu beobachten und das natürlich besonders wenn er mit Papa spielt, kocht, badet etc. Nun bin ich auch sicher, dass die beiden während meines Spitalaufenthalts bestens klarkommen werden. Nun hoffe ich einfach, dass es nicht in der Nacht losgeht, denn für die Betreuungsperson, die dann herkommen wird, ist noch nicht ganz 100%-ig gesorgt.
Bereit für den Moment bin ich innerlich schon länger, was mich überrascht, eigentlich... aber wie gesagt, muss die Kleine sich noch gedulden und ich denke auch, dass sie das wird. Zumindest habe ich ein gutes Gefühl diesbezüglich aber man weiss ja nie... Zumindest den Frauenarzttermin am 6. Dezember möchte ich schon noch wahrnehmen können! Mehr als bereit scheint auch mein Körper zu sein. Die grössere Gewichtszunahme macht sich doch recht deutlich bemerkbar. Beim gestrigen Ausflug an den Rhein fühlte ich mich nach den ersten paar Schritten wie ein asthmatisches Walross. Überall ächzt es, der Bauch hart wie Stein, ich komme meinen Männern bloss nach. Immerhin schaffte ich es noch mit auf die Kiesbank (keine Sorge, ich liess grösste Vorsicht walten). Ausdauernde Spaziergänge aber liegen definitiv schon lange nicht mehr drin und ich freue mich im Gegensatz zur ersten Schwangerschaft doch recht darauf, wieder einen kleineren Bauch zu haben. Mir ist aber bewusst, dass dieser wohl nicht mehr so schnell wieder verschwinden wird und ich stelle mich darauf ein, noch lange, sicher bis zum Sommer, Schwangerschaftshosen tragen zu müssen...
Falls es (und das wird hier nicht näher erörtert) zu einer dritten Schwangerschaft kommen sollte, irgendwann, erinnert mich bitte alle daran, beim Essen mehr Mass zu halten! :P

Monday, November 21, 2011

Ich bin noch da ;)
Huch, schon wieder 10 Tage vergangen seit meinem letzten Eintrag. Dass ich nicht regelmässiger blogge zurzeit hat aber nichts damit zu tun, dass ich schon geboren habe (bloss nicht! Es sind noch rund 600 Stunden bis zum Termin ;) sondern dass ich einfach grad nicht viel zu motzen habe und das ist gut. Drum war ich in letzter Zeit eher faul mit Schreiben und nutzte die jetzt extrem kostbare Zeit für mich. Zur aktuellen Geburtsvorbereitung gehört das panische Nochmals-Lesen meiner Bücher über Stillen, Tragen und Schlafen etc. (Largo nicht vergessen) und puzzeln. Ja, puzzeln. Als 20-Jährige hatte ich eine Phase, in der ich sehr oft gepuzzelt habe. Danach fehlte die Zeit und seitdem staubte noch ein geschenktes Puzzle bei mir vor sich hin, von dem ich schon bei der 1. Schwangerschaft dachte, dafür Zeit zu haben. Endlich habe ich es hervorgeholt und es ist so ungefähr das Beruhigendste, Meditativste was ich momentan tun kann. Zudem fesselt es mich jeweils enorm, so dass ich schon des öfteren ungewollt zu spät ins Bett bin.
Und sonst: Ich geniesse die Ruhe vor dem Sturm, dass mein Sohn sich zu einem richtig angenehmen Zeitgenossen entwickelt (solange ich genug mit ihm unternehme), ich geniesse die Wochenenden zu dritt, an denen wir einfach nur sein können und abgesehen von den üblichen Wehwehchen, welche die Schwangerschaft (Sodbrennen, Zwicken da und dort) bzw. ein 20 Monate altes Kind (verbissene Nuggis, unruhige Nächte) so mit sich bringen, überwiegt momentan gerade das Gefühl, angekommen zu sein. Ich bin nicht mehr so hektisch, muss nicht mehr tausend Sachen machen oder haben, habe vieles zurückgestellt - ohne Probleme. Kann in den Tag hineinleben. Ob das die Hormone sind?
Fakt ist, dass nach weniger als einem Monat mein, ja unser Leben wieder auf den Kopf gestellt wird. Die Zeitrechnung beginnt wieder bei Null, die Karten werden neu gemischt... aber genug der schlauen Sprichwörter, ihr wisst, was ich meine. Ich blicke diesem Tag mit gemischten Gefühlen entgegen. Ich fürchte mich vor der Herausforderung, der Geburt, dem Stillen, dem Schlafen, der Reaktion unseres Erstgeborenen. Ich bin nicht panisch, aber es brodelt vor sich hin. Und natürlich freue ich mich, bin riesig gespannt, hab' kaum Vorstellungen davon, wie es sein wird. Ich begehe das Abenteuer mit all den Erfahrungen, die ich in den bald zwei (!) Jahren gemacht habe und doch habe ich das Gefühl, wieder ganz von vorn anzufangen als hätte ich das alles noch nicht erlebt. Denn es ist schon so: Jede Geburt ist anders, jedes Kind ist anders. Auch wenn es Parallelen geben mag, wird unser Mädchen mit grosser Wahrscheinlichkeit anders auf die Welt kommen, anders schlafen, anders trinken, anders weinen, anders sein. Und das ist ja auch gut. Ich sollte gelassen sein, denn es kommt, wie es kommt. Einfluss nehmen kann ich keinen, wir müssen uns überraschen lassen. Aber ich bin voller Zuversicht, dass alles gut, ja vielleicht sogar besser kommt. Für einmal denke ich positiv, was sonst gar nicht meine Art ist, da meine Devise meist lautet: Lieber nicht zu viel erwarten, lieber vom schlimmsten ausgehen, denn dann kann es nur besser kommen. Aber in dieser Angelegenheit und eigentlich schon länger und in mehreren, bin ich zuversichtlich. Hat mich das Muttersein schon so (positiv) geprägt? Trotz allem, was war? Es scheint, als wären die "schlechten" Zeiten wie weggefegt. Die Zeiten, die mich Nerv um Nerv kosteten. Nur, wird sich das wirklich nicht wiederholen? So ein klitzekleines bisschen Angst bleibt eben doch, dass unsere kleine, heile Familienwelt durcheinandergerät. Ich kann auch nicht verneinen, dass es  Zweifel gibt, ob es gut war, sich für ein zweites Kind entscheiden. Und das gleichzeitig mit dem Wunsch, auch noch ein Drittes zu bekommen. Ja, das ist wohl so eine Frauengeschichte. Heute sind wir so, morgen wieder umgekehrt. Und recht machen kann man es uns sowieso nicht ;)

Friday, November 11, 2011

Anfängerfehler! 
Nur kurz währte die Freude über das vermeintliche Durchschlafen meines Sohnes, hat er doch die letzten zwei Nächte wieder das altbewährte Muster angenommen, erwachte häufig und wollte kurz vor 2 Uhr schon wieder zu uns ins Bett, wo er einen unruhigen Schlaf hatte. Tja... ich hoffe es war nur der Vollmond oder die leichte Erkältung... mal sehen!
Dafür hätte ich mich heute in den A... beissen können. Da er nach einer eben schwierigen Nacht schon um 7.15 Uhr munter war, war er um 11 Uhr nach dem Müze-Besuch entsprechend müde. Üblicherweise halte ich ihn bei der Heimfahrt wach damit er wenigstens noch isst vor dem Mittagsschlaf. So auch heute. Unter grösster Eile schnell ein Coucous mit Gemüse (relativ frischem zur Abwechslung...) gekocht aber der kleine Mann wollte nicht mal probieren. Dabei hätte es ihm bestimmt geschmeckt. Aber er machte nur Radau und ich motzte ihn an und als ich ihn danach zum Schlafen in den Kinderwagen legte, war er sofort weg. Na toll! Hätte ich ihn doch vorher schlafen lassen, mir den Kochstress erspart (ich muss wohl nicht erwähnen, dass ich nebst zwei Pfannen auch meinen Sohn beaufsichtigen musste, weil ich ihn der Nerven zuliebe auf die Anrichte setze) und einfach später was zu Essen gemacht. Dann hätte er halt um 11.30 Uhr schon geschlafen, wär dafür aber vlt auch abends gut zu Bett gegangen, aber nein, man muss ja seinen Rhythmus durchstieren. Niiie wieder! Ich hoffe, das ist mir eine Lehre. Nach fast 20 Monaten hätte ich es eigentlich besser wissen müssen. Schande über mich!

Monday, November 07, 2011

Champagner!
Die Nacht vom 5. auf den 6. November muss ich in meinem Kalender fett anstreichen. Unglaubliches hat sich zugetragen. Unser kleiner Mann hat vom ca. 20.30 Uhr, als wir ihn zu Bett brachten bis ca. 6 Uhr morgens D-U-R-C-H-G-E-S-C-H-L-A-F-E-N !!!!! Zum ersten Mal! Mit 19 Monaten. Ich konnte es nicht fassen. Zwar kam zwei Mal ein Quäkchen, das war's dann aber auch schon. Ich musste nicht rein. Bin ich dann aber trotzdem. Aber ohne Quäk. Ich bin selber in dieser Nacht vier Mal aufgewacht und drei Mal musste ich mich vergewissern, ob alles in Ordnung ist im Kinderzimmer. Doch mein kurzer Check ergab jeweils nur, dass mein Kind tief und fest schläft. Herrlich! Phänomenal! Geschichtsträchtig! Um 6 Uhr trank er dann bei uns im Bett seinen Morgenschoppen (den er sonst immer schon ab ca. 4 Uhr verlangt) und schlummerte dann weiter bis nach 7 Uhr.
Dass die Nacht darauf, von gestern auf heute, wieder einmal Nuggistecken nach Mitternacht und einmal Kind zu uns holen um 4 Uhr (30min Unruhe, dann Schoppen) wieder dem alten Muster folgte, tut meiner Freude keinen Abbruch. Mein Kind hat durchgeschlafen. Der Kleine wird gross. Und wenn es nur dieses eine Mal gewesen sein sollte - diese Nacht war einfach magisch!
Was gibt's sonst noch? Nun, die Tage vergehen wie im Flug, viel Zeit bleibt nicht mehr und ich leide regelmässig an den üblichen Schwangerschaftsgebrechen. Sodbrennen, harter Bauch und Schmerzen in der Hüfte, die mein Chiropraktiker aber mehr oder weniger gut beseitigen konnte. Dennoch wird es langsam beschwerlich im Alltag. Das Fitnesstraining geht noch gut und tut mir auch gut, mein Chiro rät noch zu Schwimmen aber ich hab' das nie gerne getan. Mal sehen... "Du trägst Dein Kind immer noch?" höre ich hier und da. Darauf kann ich nur sagen: Ja! Ich trage ihn ja nicht stundenlang und in den Autositz kann er nun mal nicht selber klettern... Aber wenn der Kleine seine Arme nach der Mama ausstreckt - wer kann denn da nein sagen? Ich weiss, später ist dann da vielleicht ein Zweites, dann wird's schwierig... Aber es ist dann halt einfach so... Was ich eigentlich sagen wollte: Die erste Schwangerschaft hätte ich noch ewig weiterziehen können. Während andere längst jammerten, das Kind möge doch endlich kommen, dachte ich "nene, bleib' noch ein bisschen in meinem Bauch, da ist es schön warm und kuschelig". Heute verstehe ich aber die Jammertanten, bin selber eine geworden. Trotzdem möchte ich mein Kind noch ein wenig im Bauch behalten. Bis zum Termin halte ich noch locker aus. Aber es ist schon so: Beim zweiten Mal beschränken sich die Ruhezeiten auf den Abend und die Nacht, man kann nicht, wenn man tagsüber müde ist oder der Bauch hart wie ein Brett, einfach mal Pause machen und sich hinlegen. Morgen wieder Check beim Arzt. Endlich! Bin gespannt...