Thursday, April 28, 2011

Ein paar Gedanken...

Ich musste in letzter Zeit zu der Erkenntnis kommen, dass nach einem Jahr die meisten von uns so langsam im Alltag angekommen sind. Noch ein halbes Jahr vorher waren wir oft und auch sehr spontan verfügbar und besuchten uns gegenseitig manchmal an mehreren Tagen die Woche. Doch spätestens nachdem wir alle wieder angefangen haben zu arbeiten, einige von uns in ein neues Heim gezogen sind oder sonstwie eingespannt sind, wurden die Besuche weniger. Heute kann ich froh sein, wenn ich die ein oder andere Kollegin aus dem Geburtsvorbereitungskurs noch in der Wiegestube, der Krabbelgruppe oder im Babyschwimmen antreffe. Und morgen ist wohl das erste Mal seit Langem, an dem ich alle an unserem monatlichen Babytreff wieder sehe. Aber darauf freue ich mich natürlich und bin gespannt, wie sich die Kleinen alle entwickelt haben. Klein sind sie nun ja fast nicht mehr. Wie auch immer: Schade, dass nun alle so viel zu tun haben.

Derweil hat sich bei mir endlich die lang ersehnte Haushalts-Gelassenheit breit gemacht. Ich habe nicht mehr fünf mal am Tag das Gefühl, ich müsse aufräumen oder Staub saugen, den Abwasch besorgen etc. Es geht mir ehrlich gesagt am A... vorbei, wie chaotisch und schmutzig es hier ist. Ich habe beschlossen, dass es vollkommen ausreicht, abends, wenn der Kleine im Bett ist, die Sauerei aufzuräumen, morgens abzuwaschen und am Wochenende Staub zu saugen. Naja, das Gröbste an Essensresten welche sich im Umkreis von bis zu 2 Metern unter dem TripTrap sammelt, mache ich weg. Aber das reicht dann auch. Ich bin schon Sisyphus genug in meinem Heim, ich muss den Fels nicht fünfmal am Tag den Berg hoch rollen. Einmal reicht auch! :) Trotzdem ist es irgendwie frustrierend, wie oft man ein und dasselbe macht als Hausfrau. 365 Tage lang reinigt man jeden morgen die Schoppenflaschen, räumt man die immer selben Pfannen und Tupperbehälter zurück in den Schrank (anfangs noch sorgfältig gestapelt, jetzt nur noch so, dass sie grad reinpassen), schrubbt man über Tisch, Abdeckung etc. Das ist einer der Gründe, weshalb ich nie am Fliessband arbeiten könnte und weshalb ich den Job vermisse. Jeder Tag war anders. Routine kam gar nicht erst auf. Naja... ich schätze, irgendwann will der Kleine den Schrank nicht mehr ausräumen. Ich glaube wenn ich alleine wohnen würde, würde ich die Sauerei so sein lassen wie sie ist, da könnte man mich als Messie bezeichnen.

Einen grossen Vorteil hat meine neue Gelassenheit: Ich habe mehr Zeit für meinen Sohn weil ich nicht dauernd was aufräume. Ich begebe mich nun viel öfter auf seine Augenhöhe, setze oder lege mich auf den Boden und beobachte ihn. Er dankt es mir, in dem er nun öfter meine Nähe sucht. Immer wieder läuft oder krabbelt er auf mich zu, ruht sich 2 Sekunden an meiner Seite aus und spielt dann weiter. Ich muss wohl nicht sagen, wie sehr ich das geniesse. Kuscheln wollte er ja bisher gar nicht. Doch jetzt merke ich zum ersten mal, dass er mich wohl gern hat. Endlich kommt etwas zurück für all das, was man dem Kind gibt. Es fühlt sich toll an!

Tuesday, April 26, 2011

Heute mal 'ne Buchrezension: "Kinderkacke"

Bei einer meiner Recherchen bin ich auf dieses Buch gestossen und musste es sofort bestellen und sofort (also in mehreren Tagen, aber ich war seeehr schnell) lesen. Mein Fazit: Super! Kaum eine Seite, auf der ich mich nicht wieder erkenne, kaum eine Seite, nach der ich nicht schmunzeln oder lachen muss. Die Autoren schreiben mir von der Seele und lassen sich so richtig schön aus über die Seiten des Kinderkriegens und -habens, die in der Öffentlichkeit sonst kaum einer so direkt und ungeschönt anspricht. Genial, dass sowohl Frau als auch Mann zu Wort kommen (Die einen Kapitel stammen von Julia, die anderen von Thomas) und wie sie ein und die selbe Situation aus der eigenen Perspektive beschreiben.

Das Buch fängt schon gut an: Jeder sucht den anderen. Die Frau schläft wohl gerade, der Mann hat sich zurückgezogen, die beiden suchen ihre Beziehung und finden sie nicht wieder. Derweil beherrschen zwei Tyrannen in Kindergestalt ihren Alltag. Klar ist es hier etwas überspitzt und da etwas eklig aber wer selbst Kinder hat, kennt sich damit bestens aus. Es wird kein Blatt vor den Mund genommen. Sex kommt genau so zur Sprache wie andere Körperlichkeiten.

Ein paar Zitate (gekürzt/leicht abgeändert):

"Die Eltern stellen ihre Babyfotos ins Netz und direkt darunter finden sich in den Kommentaren immer Verzückungsschreie wie "ach, was für ein Engel" oder gern auch "süüüüüüüüssss". Die Urheber dieses Gesülzes sind grundsätzlich Frauen. Wahrscheinlich bereiten sie sich so innerlich auf ihre eigene Mutterschaft vor. Und womöglich ist ihre Mitfreude besonders gross weil sie ja selbst nicht ranmüssen, weil sie insgeheim hoffen und wissen, dass noch diverse durchfeierte und durchvögelte Jahre vor ihnen liegen. Diese Schweine!"

"Ich philosophiere mit jungen Müttern beim Tee. Keine springt gleich auf das Thema Beckenboden an, aber ich merke an den Blicken, dass da auch bei ihnen was ist. Ich formuliere es höflich und sage: "Mein Inneres ist noch so weich." Dabei meine ich: "Mein Beckenboden hängt mir bis zum Arsch, und Sex macht mir auch keinen Spass mehr." Und ernte ein Kopfnicken."

"Endlich Abend! Wir haben den Sonntag überstanden. Aus Verzweiflung haben wir schon um fünf Uhr nachmittags einen Rotwein geöffnet. Jetzt schlafen die Kleinen. Die Müdigkeit macht sich auch bei uns breit. Dennoch möchte ich noch was machen. Vielleicht könnte man sich ja näherkommen? Oder wenigstens zusammen einen Film anschauen? Aber meine Frau ist müde, steht seltsam schief in der Landschaft, die Augen sind zwar offen, aber darin tut sich nichts mehr."

Da gäbe es noch mehr, aber sehe ich so aus als hätte ich die Zeit, nochmals das ganze Buch durchzuackern? Eben... Deshalb: Selber lesen! Unbedingt!

Fazit: Das Buch ist Balsam für jede geschundene Elternseele. Wir sind nicht allein! Endlich spricht jemand laut aus, was vorher keiner zu sagen traute. Endlich ist mal jemand offen und gibt zu, wie hart die Elternrolle sein kann. Respekt vor diesem Seelenstriptease eines Elternpaars, das seinen Humor noch nicht verloren hat. Nein, ganz aufgeben tun wir Eltern (uns) nicht.

Julia Heilmann & Thomas Lindemann: Kinderkacke - Das ehrliche Elternbuch; Hoffmann und Campe

Osterfreuden

Wir haben gerade ein langes, intensives Familien-Oster-Wochenende hinter uns. Man denkt ja, man hätte mehr Zeit, gewisse Dinge zu tun, wenn der Partner auch da ist. Putzen zum Beispiel. Aber es ist uns in vier Tagen nicht gelungen, anständig zu putzen, man glaubt es kaum. Dafür haben wir viel unternommen, sprich wir haben unsere "Sportgeräte" benutzt. Waren zwei mal mit dem Chariot unterwegs und zwei mal mit der Rückentrage. Es ist ein ziemlicher Krampf, sein 10kg-Kind tragen oder ziehen zu müssen. Vor allem gegen den Wind. Dafür tut man endlich mal was für die Figur. Denn eins ist schon bemerkenswert, wenn man mal ein Kind auf die Welt gebracht hat: Der Bauch. Einmal auf sein zehnfaches ausgedehnt, nimmt er jedes mal, wenn man isst, v.a. wenn man eher zu viel isst, wieder Formen an, die an das Anfangsstadium der Schwangerschaft erinnern. Er wölbt sich einfach frech nach aussen und schwabbelt da rum als gäbe es kein Halten mehr. Aus, flacher Bauch, der kommt wohl nie wieder. Was ihn früher zurückhielt (Bauchmuskeln, Hautspannung), ist wohl einfach nicht mehr da.

Gestern haben wir dann noch einen Halt bei Grossabündt gemacht, der Badesee in Gamprin. Es gab tatsächlich einige Hitzköpfe, die schon im Wasser waren. Es war viel los, fast zu viel wenn man bedenkt, dass erst April ist. Der Grossteil der Besucher waren übergewichtige Jugendliche... Mädels mit zu engen oder knappen Klamotten und Jungs mit peinlichen T-Shirts (FBI - Female Body Inspection). Naja... werde wohl mit meinem Sohn und Kolleginnen trotzdem mal hinfahren im Sommer, denke ich. Und zur Belohnung gab's das erste Eis am Stiel :) Also zur Belohnung für das Gegen-den-Wind-Fahren :)

Und nun noch zum Highlight: In den vier Tagen hat unser Sohn begonnen, zu laufen! :) Sooo süss wie er nun immer wieder zaghaft aber frei herumläuft! :)

Tuesday, April 19, 2011

Ups...

Mit dem letzten, negativ angehauchten Beitrag habe ich es mal wieder geschafft, jemanden glauben zu lassen, ich fände es "schlimm, ein Kind zu haben". Um Himmels willen, natürlich finde ich es nicht schlimm. Ich finde es vielleicht schlimm, wenn das Kind nicht schläft oder wenn es eine Erkältung hat, zornt oder nicht essen will. Es sind die Umstände und mein armselig mieser Umgang damit. Aber doch nicht das Kind. Das ist nämlich, wie sicherlich jede Mutter von seinem Exemplar denkt, das tollste und hübscheste auf der Welt. Daran gibt es nicht zu rütteln. Auch wenn das Kind zornt und schreit und Unfug macht, ist es noch toll, weil es eben das, unser, MEIN Kind ist. Man muss sich das als Mutter halt zwischendurch wieder bewusst machen, damit man den Bezug nicht verliert. Das habe ich heute getan. Heute Vormittag und bis kurz nach Mittag war mein Kind ein Traum. Es war lieb, es beschäftigte sich sehr gut mit sich selbst und es kam immer wieder kurz zu mir (ich glaube, es geniesst dann für zwei Sekunden einfach Mama-Nähe auch wenn zwei Sekunden sehr, sehr wenig sind, leider). Es machte zwar eine Riesensauerei, aber das war egal. Und als es dann 13.30 Uhr wurde und somit Zeit für die Tagesmutter, tat es mir ungeheuer leid, mich von ihm trennen zu müssen. Und ihm wohl auch, denn wie sonst nie, kam er gleich nachgekrabbelt als ich zur Tür ging und weinte auf dem Arm der Tagesmutter als ich ging. Zum Glück nur kurz aber trotzdem. Und natürlich geniesse ich die Zeit ohne Kind aber ich kann es meist auch kaum erwarten, es wieder für mich zu haben. Es gibt kaum ein Tag, an dem ich es kurz nach dem Weggeben nicht gleich wieder vermisse. Am Samstag hatten mein Mann und ich wieder mal einen Abend für uns. So ein Abend ist eigentlich zu kurz, aber es ist besser als nichts und trotzdem sprechen wir dann sehr oft von unserem Sohn und scherzen, ob wir ihn nicht wieder holen sollen und wie schön es jetzt wäre, wenn er hier wäre.

So... jetzt ist das auch mal wieder gesagt. Übrigens habe ich mir das Buch "Kinderkacke" bestellt, dass ungefähr in die gleiche Kerbe schlägt wie dieser Blog. Mein erster Eindruck ist gut, aber lest selbst, wenn es Euch interessiert...

Saturday, April 16, 2011

Was eine Mutter sonst noch ist...

Eventmanagerin, Trostspenderin, Hygieneverantwortliche, Köchin, Haushalterin, Lasteselin, Food supplier, Einkäuferin, Logistikfachfrau, Ehefrau und Geliebte, Botengängerin, Aufräumerin, Reinmachefrau, Spaziergängerin, In-den-Schlaf-Sängerin, Serviertochter, Wäscherin, Chauffeuse, Telefonzentrale, Organisatorin, Mediatorin, Krankenpflegerin, Bespasserin und Alleinunterhalterin, Hebebühne... Euch fällt sicher noch mehr ein ;)

Rückfall

Der Tag hatte so gut begonnen. Wir waren früh auf, ich ass mein Brötchen, der Kleine knabberte am Zwieback, er spielte etwas, ich erledigte Haushalt und faltete die Wäsche zusammen und danach gingen wir einkaufen (Das Muss an diesem Tag) und ich freute mich darüber, wie wenig Leute es um diese Uhrzeit noch hatte. Mein lieber Mann war geschäftlich weg und es gab ausser dem Einkaufen (eben das Muss) noch zwei weitere Termine, die ich gerne wahrgenommen hätte. 1. Der Secondhandmarkt für Kindersachen in Schaan und 2. ein Fotoshooting für das neue Magazin um 11 Uhr. Letztere beiden Termine habe ich nicht geschafft. Dabei wäre es so einfach gewesen. Nur kann ich manchmal eine Kompliziertheit an den Tag legen, die seinesgleichen sucht. Eins vorweg: Ich hasse Entscheidungen und der heutige Tag forderte mehrere, komplex ineinandergreifende Entscheidungen. Es stellte sich die Frage, in welcher Reihenfolge ich die Termine wahrnehmen sollte. Ob ich Auto oder vielleicht besser den Bus nehmen sollte, da ich wusste, dass wir am Nachmittag noch nach St. Gallen fahren würden und ich wollte meinem Sohn nicht so viele, lange Autofahrten zumuten - bei seinem Bewegungsdrang. Dann musste ich noch duschen und dazwischen kam das Schlafbedürfnis des Kleinen. Da lag mein Fehler. Aus irgendeinem mir unbekannten Grund meinte ich, das Kind müsse jetzt zuhause im Bett schlafen, da es leider auf der Rückfahrt vom Einkaufen nicht einschlief, was meine Pläne durchkreuzte. Ich stand also planlos da und legte den Kleinen ins Bett. Er und ich kämpften und schrien (nur er) 30 Minuten lang, die Zeit, die ich benötigt hätte um zu duschen und mich anzuziehen etc. (halt mich fotobereit zu machen). Auch Globuli halfen nichts. Am Ende war ich stinksauer, gab auf, riss ihn aus seinem Bett wie einen Baumstamm aus der Erde, setzte ihn auf den Boden, knallte die Türen, kickte sein Spielzeug und die Tupperwaresammlung in der Küche durch die Gegend und schrie ihn an, weshalb er nicht schlafen könne verdammt noch mal in seinem Bett. Ein Déjà-vu aus der Zeit als er noch kleiner war. Warum gebe ich nicht einfach auf? Das Problem ist ja, dass ich zu oft unterwegs bin vormittags, so dass er zwangsläufig im Auto oder Kinderwagen einschläft, was für mich bequem ist. So kann man einem Kind nicht etwas anderes antrainieren. Hmm... Ich dachte dann heute, frustriert über die verpassten Events, dass ich auh sauer sein könnte auf die Umstände: Dass meine Firma meinen Mann samstags arbeiten lässt, dass mein Vater wieder ins Tessin gefahren ist... weil mit einem Babysitter hätte ich die Termine wahrnehmen können. Aber schuld bin allein ich weil ich nicht einfach gemacht habe, nicht einfach gefahren bin. Dann wäre halt das Kind heute mehr im Auto gewesen als woanders... Naja. Solche Tage zeigen einem mal wieder, wie furchtbar man sich benehmen kann. Gott sei Dank, ist's Wochenende und Gott sei Dank kann ich bald wieder normal essen. Wobei, daran sollte ich nicht mal denken, der Jojo-Effekt haut mir sonst die verlorerenen Pfunde doppelt wieder auf die Waage...

Tuesday, April 12, 2011

Wieder mal ein Update fällig... Die Tage vergehen wie im Flug, vor allem deshalb weil ich kaum mehr zuhause bin, sondern oft unterwegs. Vieles bleibt liegen und der PC ist tagsüber kaum mehr an. Und auch abends habe ich selten Lust, noch ewig dranzuhocken und meist wird ein "ewig" draus, weil man sich von hier nach da klickt, da mailt, hier surft, ihr wisst schon. Internet hat definitiv kein Ende. Da es meinem Sohn in der Wohnung a) zu langweilig ist und er b) hier einfach nicht mehr schläft, bin ich gezwungen, am Vormittag das Haus schon zu verlassen und am Nachmittag in der Regel sowieso, es sei denn wir bekommen Besuch. So ist er zwar zufrieden, jedoch sieht es hier täglich chaotischer aus. Dafür haben wir den Chariot heuer neu eingeweiht und waren bereits auf zwei kleineren Radtouren. Gestern gings auf den Bauernhof von Andrea, wo die Kleinen viel Spass mit allerlei Tieren hatten und sich von Kopf bis Fuss einschmuddeln konnten. Ich fuhr mit einem kleinen aber zufriedenen Dreckspatz wieder nach Hause. Nach dem Bad kam dann allerdings ein Horrorszenario. Kurz vor dem Zubettgehen (ich sah's leider nicht), machte der Kleine laut Papa 3-4 selbständige Schritte. Danach fiel er nicht ins Leere sondern mit voller Wucht auf die Tischplatte des Stubentisches. Die scharfe Kante verletzte ihn knapp über dem Auge, wo nun ein dunkelroter Schnitt prangt :( Armes Kerlchen!

Derweil plagen meine beste Hälfte und ich uns durch eine Stoffwechselkur, die verspricht, dass wir abnehmen und drei Jahre lang nicht mehr zunehmen obwohl wir nach zwei Wochen wieder normal essen dürfen. Das klingt ein bisschen nach Scharlatanerie aber wir wollten's mal ausprobieren. Die erste Woche war hart, jetzt geht's eigentlich ganz gut, doch die Lust auf Süsses ist täglich da und auch Hungergefühle schleichen sich immer wieder ein. Bisher hat mir auch nur eine Person attestiert, schlanker auszusehen. Naja, immerhin ;) Ich glaube, meinem Mann sieht man's mehr an. Bin ja gespannt, wie viel wir nach diesen zwei Wochen noch wiegen... Obwohl wir uns schon die ein oder andere Ausnahme vom Plan erlaubt haben bzw. ihn nicht ganz so ernst nahmen. Das ist wohl der Trick. Die Stoffwechselumwandlung soll ja angeblich nur stattfinden wenn man sich "peinlichst genau" an den Plan hält. Ähem...

Saturday, April 02, 2011

Freitag, der 13.?

Gestern war ein ziemlich seltsamer Tag. Zuerst piepste es im Interspar nach dem Bezahlen an der Kasse worauf ein untersetztes Kerlchen angelaufen kam, "Sicherheitsdienst". Na bravo, alle schauten, dabei hab' ich in meiner Teenagerzeit das letzte Mal zusammen mit meinen Kolleginnen was "geklaut", sozusagen als Mutprobe. Nachdem ich erwischt wurde, durfte ich einen Nachmittag lang Ballone an Kinder verteilen, um meine Tat wieder gut zu machen. Aber das ist ein anderes Thema. Darüber spreche ich nicht gerne. Auf jeden Fall fand der gute Mann nichts und konnte sich auch nicht erklären, was den Alarm ausgelöst haben könnte. Weder hatte ich neue Schuhe an, noch vergessene Etiketten an meinen Kleidern. Danach wollte ich auf den Bus, war eher spät als früh dran, da ich ja lange aufgehalten wurde (und dafür nicht mal einen Gutschein oder eine Entschuldigung erhielt! Die verlorene Würde nicht zu vergessen...) und was passiert? Ich stehe mit im Kinderwagen weinenden Kind an der Haltestelle und der Bus... fährt... einfach an uns vorbei! Ich lief also Richtung Schaanwald, schliesslich sollte ich um 12 Uhr bei meinem Vater sein und die Zeit war sehr knapp. Ich rief meinen Vater an und zum Glück holte er uns auf halbem Weg ab. Ich hätte es unmöglich geschafft... Zuhause wartete dann eine sehr unangenehme E-Mail auf mich. Immerhin war das Babyschwimmen wie immer nett und überraschenderweise kam mein Mann früher nach Hause und wir konnten noch etwas die Sonne geniessen.

Heute übrigens auch! Mein Sohn hat seinen ersten Sandkasten (eine Muschel :) bekommen und konnte den halben Tag lang auf der Terrasse spielen. Er konnte sich bestens beschäftigen während wir alles sauber machten und die Kräuter setzten, Zaun montierten etc. Wunderbar! Hoffentlich bleibt das so, dass es ihm draussen gefällt und nicht zu schnell langweilig wird. Während er den ganzen Tag lang kaum etwas Gescheites ass, schlug er abends zu: Er hat Unmengen an Spargelrisotto und Poulet vertilgt! Ich hoffe, dass ihm nicht schlecht wird davon!